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Chronik des Vergessens

02. Angst

Was machst du da? Was machst du da mit meinen Gedanken? Ich warne dich, vergiss nie, was ich dir sage. Denn wenn du es jemals vergessen solltest, dann hast du verloren. Dann hast du mich verloren. Wenn du vergisst, was ich dir alles anvertraue, wenn du auch nur ein Wort von alledem vergisst
Du schaust so an mir vorbei. Bist du wieder neu verliebt? Wer ist sie, kenne ich sie? Ich frage dich, obwohl ich alle Antworten kenne. Ich will es von dir wissen, sag es mir, verdammt noch mal.
Warum schaust du die da so an? Und warum werden deine Hände plötzlich so kalt? Warum rutschen deine Hände von meinem Körper? Wohin wollen nur deine Hände? Und warum ist dein Blick wieder so leer? Warum ist dein Blick so kalt? Warum bist du so kalt zu mir? Ich gebe dir jeden Tag ein Stück mehr meines Verstandes
Hey, sag mir, was hat sie an sich, dass du sie so anschaust? An wen erinnert dich dieses fremde Mädchen? An mich, so wie ich früher war? Aber so bin ich nicht mehr, leider. Nein, nein Oder ist sie dir gar nicht fremd? Sag, woher kennst du die da?... Oder willst du mich wieder zurück? Willst du mich wie ich früher war? Das geht nicht mehr, ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, ich kann nicht ändern was geschehen ist, und das kannst du genauso wenig wie ich. Schämst du dich nicht dafür? Tut dir das weh, mich so verändert zu sehen? Willst du, dass ich wieder die Alte werden? Ich sehe dir an, dass du das willst. Gib es zu. Gib es doch endlich zu. Ich kann aber nie, nie wieder so sein wie vorher, das musst du verstehen. Das weißt du doch?! Egal was du auch anstellst, es ändert nichts an der Situation?
Wollen wir nicht tanzen, fragst du. Nein, sage ich, WIR wollen nicht tanzen. Deine Augen sind so grau wie der Himmel. Sie sind so grau wie der Dreck auf den Straßen. Sie sind so grau wie Staub.
Ich frage dich, ob ich deine Augen für dich putzen soll. Wie bitte, fragst du. Sie sind verstaubt, antworte ich. Du schaust mich so komisch an. Hör jetzt auf damit, sagst du. Sie sind verstaubt, sage ich. Du bleibst stumm und starrst die andere wieder an. Hör auf, die Leute schauen schon, sagst du dann. Nein, denke ich, die andere schaut schon. Sie sind verstaubt, wiederhole ich ein drittes Mal. Du funkelst mich böse an. Halte den Mund, sonst
, beginnst du. Was sonst, frage ich. Du stehst auf, nimmst wortlos deinen Mantel und gehst. Sie sind doch so verstaubt, flüstere ich leise.

26.1.07 21:29


01. Liebe

Wie Theater der Träume schreibe ich jetzt wieder an einem Zyklus. Die Chronik des Vergessens wird insgesamt 12 Teile umfassen. Alles in allem eigentlich eine zusammenhängende Kurzgeschichte, die jeden Tag um einen Teil reicher werden wird.

Wenn du mich ansehen würdest, dann wüsstest du genau, dass du schon längst gewonnen hast Aber du siehst mich nicht an. Ich will in deine Augen tauchen, mein Lieber. Ich kann es nicht aushalten, dass du mich ignorierst. Du siehst doch, was mit mir passiert, was mit mir passiert ist. Ich sauge an meinen Lippen bis sie blutleer sind Ich sauge an meinem Handgelenk bis es genauso blutunterlaufen ist wie meine Augen. Siehst du, wie trüb meine Augen plötzlich geworden sind? Warum fragst du mich nicht danach? Bemerkst du es nicht? Dir fällt erst jetzt auf, dass ich plötzlich drei Ohrringe pro Ohr trage.
Und der Leberfleck an meinem Hals, der schon ewig sich an diesem Ort befindet. Du fragst mich, was das ist. Ich sage, es ist ein Leberfleck. Wie kommt der denn dahin, fragst du. Ich sage, er ist schon seit einer Ewigkeit dort
Du hast ihn nur noch nie wirklich bemerkt, weil du mich noch nie wirklich ganz betrachtet hast, aber das sage ich dir nicht. Das denke ich nur. Ich wünschte, du könntest doch meine Gedanken lesen, und du würdest jetzt genau wissen, was du jetzt, genau jetzt machen sollst Doch stattdessen sitzt du immer noch mir gegenüber, trinkst dein Bier und starrst auf den neu entdeckten Leberfleck an meinem Hals. Ich dachte, ich wäre dir so wichtig. Wie kann man sich nur so in einem Menschen täuschen. Und ich erwarte auch noch von dir, dass du genau weißt, was du wann tun sollst, dass du genau weißt, was du sagen sollst, dass du genau weißt, was du wann fragen sollst, dass du genau weißt, dass du fragen sollst. Dass du genau weißt, was ich fühle. Dass du genau weißt, was ich denke. Dass du genau weißt, was ich dir nicht sage. Dass du mich so ansiehst, als wüsstest du all das
Du solltest es wissen, wenn du noch so weitermachen möchtest. Warum weißt du denn das alles nicht?
Weißt du, was ich grade denke, wenn ich dich ansehe? Ich dachte, du würdest es stets in meinen Augen lesen können.
Und wenn du mich liebst, siehst du da wirklich mir in die Augen? Oder siehst du vielmehr in die Augen von jemandem anderen? Siehst du nicht viel eher in die Augen einer Unbekannten? Siehst du nicht viel eher in die Augen eines Mädchens, dass dir völlig fremd ist? Oder denkst du, du kennst mich wirklich? Ist es das? Denkst du, ich bin berechenbar? Oder siehst du gar nicht in meine Augen? Siehst du durch meine Augen in meinen Kopf? Was siehst du denn da? Siehst du, was meine Gedanken machen? Gefällt es dir, was meine Gedanken, da so treiben? Gefällt dir, was du da siehst? Oder siehst du gar nicht in meine Augen? Siehst du doch in die Augen einer Unbekannten?
Ich habe dir viel zu viel von mir gegeben.

26.1.07 21:28


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