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Regalia

Mein Herz ist durchsichtig geworden. Nur eine dünne Schicht überzieht den dunklen Klumpen, in mir. Wie Pergamentpapier ist sie fast durchsichtig und färbt die Adern, die wie wildes Gestrüpp mein Herz umschlingen und es erdrosseln, in ein seltsam milchiges Blau. Der große, unförmige Klumpen in mir. Die Schläge sind nicht mehr als ein Zucken, die Lähmung des Herzens ist schon so leicht zu erkennen… Diese dünne Schicht aus Pergament, sie ist doch nur ein winzig kleiner Schutz gegen diese große, beschissene Welt. Vielleicht ist es auch eine Hülle aus Eis? Doch mein Herz ist zu schwach, um sie von Innen heraus zu sprengen. Die Wärme meines Herzens kann das Eis nicht mehr zum Schmelzen bringen. Komm, nimm einen Hammer und zertrümmere die immer dicker werdende Eisschicht um mein Herz, damit sich die Eissplitter in mein Herz bohren können, oder willst du es langsam erfrieren sehen? Mein Herz ist nicht mehr als ein großer Klumpen aus Eiter.

Ich kenne dein Leid, ich habe es doch schon so oft gesehen. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich kann immer noch sehen, dass du weinst… Sag, wie kann ich dich trösten?

Ich habe mich eingeschlossen, tief in deinem Herzen. In deinem großen, dunklen Herzen. Ich mag dein großes, dunkles Herz, es ist so gut zu mir. Dein Herz ist überhaupt viel schöner als meines. Dein schönes Herz, es ist so schwer… Doch es schlägt so entschlossen… Es ist so schön, bei dir zu sein, in deinem Herzen. Es ist so schön dunkel, doch an einigen Stellen ist es so schwarz, leer und sehr kalt, dass ich Angst habe, ich könnte erfrieren.
Denn ein Teil deines Herzens ist schon tot…
Bitte, vertreibe mich nicht aus diesem Paradies, lass mich in deinem Herzen, für immer. Ich werde all die Narben in ihm und an ihm zählen, die tiefen, noch blutenden Wunden von dort aus betrachten. Ich werde dich nach ihrer Herkunft fragen. Und ich werde jede deiner Narben lieben, so wie ich dich liebe. Ich werde dein Herz schützen, damit es niemand mehr verletzen kann, deine große, feste, undurchdringbare Schutzhülle will ich unterstützen. Aber bitte lass mich hier, in deinem großen, dunklen, schwarzen, kalten Herz. Denn ich brauche es. Es zeigt mir jeden Tag, was es heißt zu begehren, unendlich zu begehren, so dass es fast schon schmerzt. Es ist ein angenehmer, ewiger Schmerz, diese Begierde… Ich will in deinem dunklen, schweren Herzen bleiben, bis du mich wieder hervorholst, in einsamen Stunden. Ich habe dir mein Vertrauen geschenkt, nie hast du es enttäuscht. Nie hast du mich enttäuscht. Du hast mir wehgetan, mehr als einmal, aber danach hast du mich immer wieder so angesehen wie vorher und das hat alles so erträglich gemacht für mich, dass ich für ewig bei dir weilen werde, wenn du das willst. Für ewig warte ich hier auf dich. In deiner Seele. In deinem dunklen, kalten Herz.

 

28.12.06 21:40
 


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