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(Auszug III)

[...]
Deine Meinung, deine Liebe zu verteilen, auf vier oder fünf Personen... Du merkst nicht, was du jedem Einzelnen antust. Noel, der dich viel zu sehr an sich gefesselt hat, den du um keinen Preis verlieren willst, aber den du loslassen möchtest, obwohl du dir in deinem tiefsten Inneren bewusst bist, dass du ihn noch begehrst. R, den du abgöttisch liebst, der nur ein falsches Wort zu sagen braucht, um dich in Trauerabgründe zu befördern, den du nie verlassen willst. Lex, der es sich in den Schädel gesetzt hat, um dich zu kämpfen, und der meint, du hättest wahres Interesse, obwohl du ihn nur nicht fallen lässt, um ihn nicht zu verletzen. Gleiches gilt für O., den du zwar magst, aber nicht weißt wie sehr, den du einfach nicht zu lieben hast, weil er nicht zu dir gehört – und das ist der Reiz. Und K., als Beispiel um zu demonstrieren, wie weit deine Eifersucht reicht. Eigentlich hast du um alle deine Arme geschlossen und willst so richtig keinen mehr loslassen...! Sie gehören doch schließlich alle dir, sind dir verfallen. Bei jedem kannst du ein anderes „ICH“ ausleben, eines deiner tausend Gesichter zeigen, andere Sehnsüchte ausleben, in eine andere Rolle springen... Kein Wunder, dass du immer noch auf der Suche nach dir selbst bist! Du bist so falsch und intrigant, man sollte dich nicht nur büßen lassen, sondern dir alles nehmen!
Der Wille zur Wahrheit, er ist ja da. Dir fehlt nur die Kraft um durchzuhalten. Vielleicht wäre es das Einzige, was du jemals durchhalten würdest, auch wenn es am Ende dazu führt, dass du zerbrichst. Durch deine eigene Stärke und Macht zu Fall gebracht. Du bist eben ein labiles Wesen. Denk doch nach, dieses Leben kann nicht so weitergehen! Mit deiner Passion, alle dem... Du weißt, was ich meine! Hör auf dich zu fragen, wohin du gehörst. Anzunehmen, es würde da etwas in dieser Richtung existieren...! Ich sage dir, das Einzige, was existiert ist Einsamkeit und Trauer. Das ist das Einzige, was „wirklich real“ ist. Einsamkeit, Trauer und ihr Gefolge, mehr gibt es nicht. Der Rest ist Fantasie, Einbildung, Wunschvorstellung... Illusion! Du suchst doch eigentlich nur einen Platz, an den du vor dieser Einsamkeit flüchten kannst... Wo wäre es passender, als in den Armen eines so genannten „Geliebten“ – in welcher Weise das auch immer geschehen mag. Die Flucht in die Arme einer gewünschten Welt, eines „perfekten“ Lebens. Wenn ein Traum zu Schaum wird, dann hast du den nächsten gleich bereit, in den du dich mit all deinem Schmerz und Leid stürzen kannst – also kann ich dich auch irgendwie verstehen, du wechselhaftes Wesen. Deine Probleme sind mir alle nicht neu, auch wenn du dir vormachst, du wärst die Einzige, die so empfindet. Leid zeichnet uns doch alle wohl oder übel irgendwann. Mehr oder weniger. Die unterschiedlichen Ausführungen sind doch schließlich der Grund, warum wir alle so verschieden sind. Und du bist einzigartig – so wie du immer und immer wieder im gleichen Dreck kriechst, den Schlamm aufsaugst und frisst und die Verdorbenheit und Fäulnis in dich drückst. Dein Phänomen ist dieses ständige Leid. Das Wimmern, Flehen. Aber du bettelst nicht. Du deutest an und forderst nicht. Wie bringst du es nur zu Stande, diese Männer in deinen Bann zu ziehen? Das einzig Witzige ist dabei, wenn du dann WIRKLICH Noel brauchst, nur um zu REDEN, dann ist er plötzlich nicht da. Bei allen kleinen Dingen, Problemen – da war er da, hielt dir die Hand, leckte dein Gesicht und küsste die Wege deiner Tränen, nachdem er sich durch all deine neuen und alten Wunden gewühlt hatte. Doch wenn nun die größte Katastrophe ins Haus steht... WIESO? Wieso ist er jetzt nicht da, wo du ihn brauchst? Deine Welt, dein Gesamtkunstwerk von fünf wackligen Kartenhäusern stürzt auf der Stelle ein... Und du siehst nur noch diesen Wirbel, diesen Kreis, dieses Drehen, kurz bevor du aufschlägst auf diesen verdammt harten Boden. Abgrundtiefe Trauer hüllt dich in ihren Schleier aus Samt und die Einsamkeit hat also immer noch nicht ihre Finger von dir gelassen und nötigt dich immer weiter, jeden ihrer Schritte zu akzeptieren...!
Zuerst schreist du noch so laut, dass dich jeder hören muss. Dann merkst du, dass es niemand hört, ja, dich hört einfach niemand, verdammt! Dann wirst du ganz still, ein innerer Kampf beginnt. Und dann kommt da dieses sehr, sehr leise, sehr zarte Wimmern. Kindisch und überhaupt nicht beherrscht, dringt es aus deiner Kehle. Alle, die es nicht hören wollen, hören einfach vorbei. Manche realisieren es auch einfach nicht. Und dann sind da noch diese Menschen, die es ähnlich haben, sie bilden mit dir einen Jammerchor. Und dann triffst du „diese eine Person“, die dich hört, weil sie dich hören will, dich dennoch unbewusst für sich selbst ausnutzt, dir etwas Halt gewährt, Liebe dort gibt, wo sie fehlt – egal in welcher Form. Und dann enttäuscht dich diese Person einmal und alles ist zu spät. Da kommen diese Hochhäuser zu nahe auf dich zu... Du beginnst starr auf Punkte in deiner Umgebung zu blicken. Ob mit oder ohne Tränen, die deine Augen füllen. Anfangs Zweifel, dann Sicherheit „ich tue es!“, schließlich Angst. Und Auslöser für all diese ganzen Katastrophen und Tragödien: LIEBE. So wunderschön, aber falsch, trügerisch, verletzend. Liebe ist es, die den Stein ins Rollen bringt, Liebe ist der Abgrund, der sich geöffnet hat, diesen weiteren Stein zu empfangen. Liebe ist auch nicht viel besser als Hass. Es missfällt mir jedoch festzustellen, dass Liebe dem Hass gleichkommt, dass Liebe nichts weiter als Hass ist. Liebe ist gewiss nicht Hass. Liebe ist ähnlich wie Hass, genauso intensiv. Sie sind doch Geschwister, Liebe und Hass. Beide geboren, um den Menschen Leid zu bringen. Beide können sie den Menschen zerstören. Hass, der von anderen ausgeht und schließlich in Selbsthass gipfelt. Wir hassen uns selbst, wenn andere Personen uns hassen, die uns wichtig sind. Es ist nicht so, dass Selbsthass einfach so entsteht. Selbsthass ist das Gegenstück zu Egoismus, Selbstverliebtheit. Und jeder Mensch ist egoistisch. Wenn also neben dem Egoismus Selbsthass existieren würde, dann wäre jeder Mensch von einer inneren Unentschlossenheit gezeichnet. Die Frage nach dem Selbsthass ist also eigentlich eine Frage danach, warum uns andere Menschen hassen. Sie hassen uns, für das was wir tun, oder für das was wir verkörpern. Nun sind aber die Persönlichkeit, der Körper, der Geist und das Verhalten auf Selbstbewusstsein basierend. Warum werden Menschen mit Selbstbewusstsein gehasst? Liegt es am Neid? Zwischen Neid und Hass verläuft eine sehr dünne Linie. Wir hassen in anderen Menschen das, was wir selbst nicht verkörpern können. Oder aber „das, was in uns selbst sitzt. Das was nicht in uns sitzt, regt uns auch nicht auf.“(Hesse) Ja, vielleicht sind Hass und Liebe auch keine Geschwister, vielleicht sind sie Vater und Tochter. Die Liebe aus dem Hass geboren. Wer weiß. Wahrscheinlich ist alles eine Form der Selbstzerstörung. Der Zurückentwicklung. Werden wir mit Hass und Liebe im Herzen geboren? Oder werden sie erst durch Erziehung und Umwelt ausgeprägt?
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Gewalt nichts verkörpert, vor dem man mehr instinktiv zurückschreckt. Insgeheim stumpfen wir alle ab und werden zu gefühllosen Holzklötzen, die sich aus reiner Besitzgier bekriegen. Wunderbare Welt. Als wenn der Hass die Liebe umbringt, der Vater tötet seine Tochter und damit eine Zukunft, die anders werden könnte.

Letztendlich bringen wir uns alle selbst um. Wahrscheinlich ein ungeplanter, aber vorhersehbarer, gesellschaftlicher Suizid.
[...]

Sooo, zu dem oberen Teil muss ich ja jetzt eigentlich nichts mehr sagen, oder?

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War heute in Warnemünde unterwegs. Genauer gesagt Diedrichshagen, wo ich das Wesen besucht habe, das mich seit etwa 3 Jahren Tag und Nacht verfolgt und das ich seit 6 Monaten nicht mehr gesehen hab.. Mein heißgeliebtes Hottahü!

Jedenfalls ist mir auf dem Hinweg was seltsames passiert. Da ich immer, wenn ich nach Warnemünde fahre umsteigen muss (außer wenn ich die S-Bahn benutze), tat ich das wie immer. Und dann musste ich warten und neben mir stand eine Frau, etwa Mitte fünfzig bis Anfang 60. Die hat sich direkt neben mich gestellt, aber richtig aufdringlich, sagen wir mal der Abstand zwischen mir und ihr betrug weniger als 40 Zentimeter, also war sie sozusagen schon "in meine Privatsphäre eingedrungen", obwohl das überhaupt gar nicht nötig gewesen wäre, denn um uns herum satnden weniger als 20 weitere Personen, verteilt auf 10 Meter. Und das *Beste*: DIE hat mich dann auch noch die ganze Zeit ganz unverstohlen angestarrt! Aber richtig. Wahrscheinlich dachte sie, es wäre mir angenehm, war es aber nicht, und es ist mir ganz zufälliger Weise auch aufgefallen, dass sie das tat, was sie tat. Junge, diese alte dame ging mir auf die Nerven. Hätte nur noch gefehlt, dass sie sich neben mich in den Bus setzt (Was sie glücklicher Weise nicht tat). Manche Menschen sind schon unheimlich...

9.8.06 21:51
 


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