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(Auszug II)

[...]
Ich hasse diese Tränen, so wie sie mir das Gesicht herab laufen und das nur aus Kummer. Einsamkeit! Liebe?! Was geschieht nur mit uns? Ich weiß nicht mehr, was ich dir bedeute, oder ob ich dir überhaupt etwas bedeute. Warum kommt es immer nur so weit? WARUM? Ja, wieso lasse ich Menschen, Personen, die mir so fantastisch erscheinen, an mich heran? Warum lasse ich euch nur so dicht an mich heran? So dass es jedes Mal von neuem schmerzt?! Jede alte Wunde wird aufs Neue aufgekratzt, aufgerissen – es ist mein eigener Fehler. Eine dieser Naivitäten, die immer wieder passieren. Und mit jedem Mal ein weiteres Stück vom bitteren, herben Kuchen herunter zu würgen, zu verdauen... Jedes Mal ein neuer Kampf gegen die Übelkeit...! Ich will das eigentlich alles doch gar nicht mehr! Aber doch, ich will es. Diese ganzen Paradoxien, die mich in die Enge treiben! Und dann das größte Unheil von allen: LIEBE! Tief ins Herz gebrannt, und immer wieder entfacht, auflodernd und mit diesem riesigen Funkenflug. Alle alten Schwüre sind aufs Neue vergessen, wenn ER vor dir steht. So unbekannt und faszinierend. Und dann schließlich: du sein, er dein... Dein Herz und dein Kopf tanzen wilden Tango bis zum Erbrechen. Und da, plötzlich der Abgrund: Tief, dunkel, harter Boden – es ist die Realität, dieser Abgrund, nur um dich wieder auf eigene Füße zu stellen. Als wäre es eine Probe: „Kannst du das eigentlich noch, so alleine? Geht das eigentlich noch, so mit der alten Einsamkeit?“ Und du willst aufspringen, schreien: „NEIN! Nie! Es geht nicht mehr! Ich will nicht mehr!...“ Obwohl du es all die Jahre – es waren drei – so prima ertragen hast –, ehrlich oder unehrlich – ganz egal, war ja deine Sache... Doch halt, jetzt ist auf einmal alles anders. Da gibt es jemanden, für den du alles tun würdest, getan hast, wieder aufzugeben bereit bist. Wo ist dieser Teufel, der sich in dein Herz geschlichen hat? Oh ja, dann merkst du auf einmal: „Ach ich kann nicht ohne dich!“ Doch diese plumpe Einsamkeit ist herangestolpert, ohne dass du sie wahrgenommen hast. Jetzt stehst du also da, mit leeren Händen, wartest, dass auf deine Hingabe eine ähnliche folgt, doch alles vergebens. Die Realität schreit von fern: „Du warst doch immer alleine!“ Und diesmal gibst du es sogar zu. Und mit der Einsamkeit hält die Trauer Einzug. Neben der Wirklichkeit steht sie ermahnend und nickt nur, während sie dich skeptisch anblickt. Da war doch noch was?! Richtig, die aufkeimende Wut. Du bist es leid, dich zu bemühen, sie zu unterdrücken. „Du kleiner, nichtsnutziger Philosoph...“ tadelt sie, „... alle deine Fragen, eigentlich basieren doch alle auf diesem überdimensionalen WARUM.“
So wandelst du auf dem Weg, der aus deinem Paradies führt. Ja, und du bist schon zu taub, zu umfangen von diesen lockenden und belehrenden Stimmen, die so weise klingen, als dass du deinen Liebsten hören könntest, wie er ruft: „Halt, bleib hier! Ich brauche dich doch, ich will dich doch, ich liebe dich!“ Du bist zu schwach um alles zu ertragen. Zusammenbrüche ereilen dich, dein Leben ist und bleibt ein Spiel. Die Verzweiflung, immer wieder wird sie dein ständiger Begleiter. „Alles ist doch so bedeutungslos, sinnlos...“ denkst du und sie nickt zustimmend. Doch es sind grade jene Gefühle, die dieses Spiel bitterernst machen. Es sind grade diese Gefühle, die dir wichtig erscheinen, egal wem sie nun gehören.
Eigentlich führst du dich immer wieder und öfter selbst auf diesen Weg, hinaus aus Eden. Dabei tummeln sich in deinem Kopf nur Widersprüche: Du brauchst es, obwohl du es gar nicht willst. Du brauchst irgendwie dieses Leid. Und die Angst wächst, dass es immer so bleiben wird.
Jeder deiner neuen Schätze, „deine“ Menschen... An jeden klammerst du dich, wie an einem Strohhalm Halt suchend, bestrebt, nicht abzudriften. Dumm nur, wenn du keinen Halt findest. Das ist der wahre Grund deiner gesamten Enttäuschung, und ich sage dir, mehr als diese empfindest du nicht, kannst du nicht mehr empfinden.
Das Leben ist wie ein großer Irrtum. Dein Leben ist zum Beispiel ein kleiner unbedeutender Schmetterling aus Sand, weil leicht zu verwehen, zu zerfallen und schnell wechselnd.
[...]

Ein weiterer Auszug aus der voherigen Story. Ich hab grad meinen sozialen Tag.

8.8.06 21:56
 


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