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(Auszug)

[...]

Manchmal ist es schwer für mich, mit dem umzugehen, was du mir gestanden hast. Doch viel schlimmer als meine jetzige Gewissheit sind deine Fragen. Nein, ich weiß nicht, was ich fühle. Nein, ich weiß nicht was ich will. Der Zynismus, den du mir unterstellst ist nichts weiter als pure Ironie und ich kann dir sogar ohne zu zögern in dein Angesicht lügen. (Meinst du, dass du mich immer noch willst?) Zynismus.. Ah, nichts ist mir wichtiger, als Gefühle anderer Menschen. Du magst es mir vielleicht nicht glauben, aber das ist jetzt die Wahrheit. Auch wenn ich manchmal bewusst auf den Gefühlen von Menschen herumtrample, ich versuche es jedoch meist in einem Maße zu halten, was nicht verletzend ist. Ich teste wahrscheinlich auch meine Grenzen aus. Wie weit kann ich bei wem gehen. Mag sein, dass das nicht der richtige Weg ist, aber ich kenne keinen anderen. Es ist doch auch nichts weiter als Selbstschutz. Durch mein Verhalten will ich mich doch nur schützen. Nimm mir nicht übel, was ich dir angetan habe. Ich tat es nicht mit Absicht, ich will es nicht wieder tun. Aber das, was du mir offenbart hast, hat mir in etwa das Genick gebrochen Ich weiß nicht, wie ich mit dir umgehen soll. Ich will dir keine Hoffnungen machen, und ich will dir auch nicht meine Meinungen und Gefühle verheimlichen, oh nein, aber ich weiß nicht, was ich wie anstellen soll. Und ich weiß auch nicht, ob ich weiter so mit dieser Gewissheit leben kann. Du kannst mich nicht lieben. Du weißt nicht, wer ich bin, wie ich bin. Wie könntest du auch, ich weiß es selbst nicht. Es ist unmöglich, du redest es dir doch nur ein. Hör gefälligst auf damit, bevor du alles zerstört hast.
Warum versuche ich dir nur alles auszureden? Es wird so ja auch nicht besser, ich kann deine Gefühle genauso wenig ändern wie du selbst. Und warum solltest du dich für deine Gefühle entschuldigen, gar rechtfertigen, wenn es eigentlich völlig unnötig und nutzlos ist. Wahrscheinlich ist auch alles falsch, was ich sage, denn ich denke zu viel, und höre nicht auf meine Gefühle. Denn ich fühle viel, aber ich kann es nicht deuten. Ich habe es verlernt, auf meine Gefühle zu hören. Mir wird Kaltschnäuzigkeit und Zynismus unterstellt, dabei ist doch genau das Gegenteil der Fall. Ich will mich nur vor euch und euren Gefühlen schützen, ich will eure Gefühle kennen lernen, will euch zuhören, liebend gerne, aber ich will auch, dass mir zugehört wird. Ich will euch zuhören, wenn ihr es wollt, aber verlangt von mir nicht, dass ich eure Gefühle an mich heranlasse. Wenn ihr mich nach Rat fragt, dann gebe ich ihn euch genau einmal, ich will mich nicht in euer Leben einmischen, das ist eure Sache. Ihr müsst selbst entscheiden, was richtig ist. Ich kann euch nur erläutern, wie ich es machen würde und verlange nicht von euch, dass ihr es genauso tut. Ich zwinge euch zu nichts, ich dränge mich nicht auf… Aber ich erwarte so etwas wie eine Gegenleistung. Ich erwarte, dass ich das Gleiche von euch bekommen kann. Ist das denn zu viel verlangt? Ich will nicht nur jemand sein, zu dem man geht, wenn man Probleme hat, um dann, wenn sie gelöst sind, wieder abzutauchen…

Warum willst du meine Nähe? Was kann ich dir denn schon geben? Was kann ich dir geben, was dir niemand anderes geben kann? Ich habe nichts mehr, was ich geben könnte. Wir zwei gehören nicht zusammen, wir sind uns zu ähnlich, wir könnten Geschwister sein. Wir zwei sind zu labil um uns gegenseitig zu stützen, uns aufzufangen, wenn nötig. Was ich brauche ist Halt, und das was du mir nicht vermitteln kannst, das ist Halt. Warum hast du deine Augen vor dieser Tatsache verschlossen?

[...]

 Zur Feier des Tages (ich bin heute gut drauf) hier mal ein Auszug aus einem längeren Werk. An jenem sitze ich schon ewig und es hat - um ehrlich zu sein - am längsten gedauert über das zweite Kapitel zu kommen, aber jetzt läufts richtig gut. Mittlerweile schaffe ich es sogar an einem Tag 4 A4-Seiten in Schriftgröße 9 zu verfassen. Allein das ist schon ein großer Fortschritt für mich. *freu* Vielleicht wird vielen das Aufwerfen von den Fragen missfallen, aber mir soll's Recht sein, ich kann es schließlich nicht jedem Recht machen.

7.8.06 20:26
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


der Seelenvergifter / Website (8.8.06 12:39)
Hallo!

Nein, die Fragen, welche du in obigem Text aufwirst, sind berechtigt. Noch mehr, deucht mich, sind sie jedoch autobiographisch und gerade deshalb so wichtig.

Gruß,

der Seelenvergifter

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