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Alte Freunde und cHAoS

Wenn ich mal genauer drüber nachdenke, habe ich mich eigentlich nie sehr umfangreich um Freundschaften gekümmert, sie gepflegt, was man damit auch immer meint. (Das mag vielleicht auch mit einigen Geschehnissen zusammenhängen, aber was soll’s.) Jedenfalls bin ich heute meiner ehemaligen Grundschulfreundin begegnet, die ich seit etwa 6 Jahre nicht mehr gesehen habe. Sie war sozusagen meine einzige Freundin. (Soweit ich mich erinnern kann, hab ich auch mehr männliche Freundschaften als weibliche.) Da merkt man erst, wie man sich von einander entfernt hat. Eigentlich habe ich früher immer gedacht, wir würden ewig befreundet bleiben; wir planten schon in der 4. Klasse unsere Kinder (zu denen es bei mir niemals kommen wird) zusammen in einen Kindergarten zu schicken… So kann man sich irren. Jedenfalls hatte sie (meiner Ansicht nach) nichts von ihrem früheren Verhalten verändert, sie war immer noch genauso albern wie früher, während ich mich als total verändert betrachte. (Ich hab schon komische Phasen durchgemacht, aber die nach der Grundschule waren ja eindeutig die, die am meisten prägten.) Was sie mir ja auch gleich auf die Nase gebunden hat. Ich hätte mich wirklich sehr verändert, was mein Verhalten betrifft (scheint mir noch relativ normal innerhalb von 6 Jahren, auch wenn man von gewissen Geschehnissen absieht). Außerdem hätte ich „so etwas Sehnsüchtiges“ an mir, das sei ihr „sofort aufgefallen“. Vor allem mein Blick, ich würde so traurig schauen, ob denn auch alles in Ordnung sei. Bei ihr sei immer noch alles in bester Ordnung… Und so weiter und so fort. Wir saßen also in einem Café und haben uns unserer Vergangenheit hingegeben und in Erinnerungen geschwelgt (Immer, wenn man alte Bekannte trifft, kommt es zwangsläufig zu der Floskel „Weißt du noch, damals?“. Dann fiel eine Bemerkung in Hinsicht auf meinen jetzigen Körperbau. Ich hätte mich zwar schon sehr verändert (alles verwachsen. :D), aber sie findet, es würde mir „stehen“ (Ich bin ja gar nicht zufrieden mit mir, und dann so was. Wie soll ich das nur deuten?) In Hinsicht auf ihren Körperbau… Naja, was hätte ich da sagen sollen? Sie sah aus, als wäre in ihrem Stadtteil die Hungersnot ausgebrochen. (Wahrscheinlich hätte sie zu mir gesagt, ich sehe aus, als würde man das Essen in meinem Stadtteil gratis verteilen.) Man fühlt sich jedenfalls nicht besonders toll neben einer Frau, die etwa 1,90 groß und so dünn ist, dass man bei ihr äußerlich kaum Spuren einer erwachenden Sexualität - geschweige denn Pubertät - feststellen kann. Vielleicht wird sie ja eins dieser Models („Hungerhaken“, die jeden Tag Wattebäusche in Orangensaft getunkt zu sich nehmen, um sie danach wieder auszukotzen.). Trotzdem konnten wir uns einigermaßen normal unterhalten. Schade jedoch, dass wir uns NUR über die Vergangenheit unterhalten konnten, denn unsere jetzigen Ansichten passten so gar nicht zu einander.

Ich sollte mal mein Zimmer aufräumen. Hier herrscht das totale Chaos. Nicht das ich etwas dagegen hätte, ich LIEBE Chaos. Wenn es nach mir ginge, kann es gar nicht genug Chaos geben. Aber ich hab das Gefühl, dass ich etwas an mir verändern muss und um mich darauf einzustellen werde ich mir erstmal mein Zimmer vornehmen. Das sollte ich sowieso schon vor Ewigkeiten gemacht haben. Aber ich konnte mich immer wieder darum drücken. Nun, schließlich kann ich mich auch nicht vor einer Veränderung meines Lebens drücken und deswegen werde ich jetzt ganz systematisch erstmal bei meinem Zimmer beginnen… (Ich sollte mein Zimmer mal rot streichen, ich glaube, das würde gut auf meinen seelischen Zustand wirken.)

3.8.06 20:55
 


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