Startseite
    Chronik des Vergessens
    Gedanken
    Gedichte
    Tagträume
    Theater der Träume
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   Ein sehr guter Freund
   Meine beste Freundin, die jetzte in Bärlin wohnt

http://myblog.de/nightsofblood

Gratis bloggen bei
myblog.de





Denn sie wissen nicht, was sie tun...

Du weißt nicht,
was du tust.
Du sollst leiden
weine mein Blut...
Lass dir dein Herz ausreißen,
lebe mit deiner offenen Brust
und einer gewissen Diagnose,
dem sicheren Tod.
Das Salz soll auf deiner Haut brennen,
Linien im Fleisch hinterlassen.
Die Lust lebt,
sich selbst zu erdrosseln...
Im Blut
trage mich zu Grab...

18.12.06 21:53


Phantomschmerz

Jedes Mal wenn ich dich ansehe, und dich nicht berühren kann. Jedes Mal, wenn sich die Nacht in meinen Kopf drängt und du nicht da bist…
In meiner Wohnung hängen alle Bilder von dir, und dann kommt es mir so vor, als wäre alles wie vorher… Du entfernst dich von mir, jede Sekunde ein Stückchen mehr, jede Sekunde um mehrere Kilometer… Willst du mich nicht mehr erkennen? Die Zeit, sie wäscht uns die Erinnerungen aus dem Kopf, doch du bleibst immer bei mir auf den Bildern. Ich spreche zu dir, immer und immer wieder, doch du antwortest mir nicht. Jede Nacht wache ich auf, dann sitze ich aufrecht vor dir und schaue zu, wie du schläfst. Jede Nacht entdecke ich deine Schönheit von Neuem, die Schönheit deines Schlafes… Es ist beruhigend, dich neben mir schlafen zu sehen. Du machst meine Gedanken endlich wieder klar... Die Liebe, die du mir versprochen hast, wo ist sie nun? Wo hat sie sich schlafen gelegt, wenn nicht bei dir, in deinem Kopf…? Liebst du mich auch nachts? Was hast du mit ihr gemacht, mit deiner Liebe?
Denn was sie war, das ist sie nicht mehr. Sie ist verschwunden. Du hast sie ausgelöscht. Getötet mit deiner Arroganz. Mehr, immer mehr Mittel um mich zu betäuben. Um mich ruhig zu stellen. Um mich deiner Liebe näher zu bringen… Und mit jeder bitteren runden Pille, die ich schlucke, komme ich ihr ein Stück näher. Jede Sekunde um mehrere Kilometer. Und ich werde sie dort suchen, wenn ich das Licht erreicht habe. Ich werde sie suchen, bis ich sie endlich gefunden habe. Und dann werde ich mich auf sie stürzen, und sie in mein Herz drücken, damit sie mich nie wieder alleine lassen kann.

17.12.06 20:19


Theater der Träume

Ich blute nun schon so lange, aus den tiefen Wunden, die du in mich gerissen hast. Tropfen für Tropfen genießt du mein Ausbluten… Das Klappern einer Gürtelschnalle, doch es ist zu weit entfernt… Das Leben als eine Art Schauspiel und die Bühne verschwimmt vor meinen Augen. Von Sekunde zu Sekunde. Und ich schleppe mich durch all die Zeit mit meinen Schmerzen. So wie du deinen Körper gegen den Zaun gepresst hast. Und deine Haut zerkratzt wurde. Zerfleischt. Stacheldraht. Schäumendes Blut. Tollwut. Gischt auf rostigem Metall. Was dort langsam zu Boden tropfte… Liebesschwöre. Geschrieben auf deinen nackten Rücken. Für die Ewigkeit. Als das Leben aus dir sprudelte. Entlanglaufend dein Gesicht. Deinen Rücken. Wie sich der Draht durch dein Fleisch kämpfte. Blut trocknete in deinen Haaren… Wenn ich dir damals den Kehlkopf gebrochen hätte. Wenn ich es damals hätte knacken hören. Doch alles was ich hörte, das war, wie sich der Draht durch dich kämpfte. Diese parallelen Linien auf deinem Rücken. Und deine Hände immer kälter. Und dein Haar immer feuchter. Und als die Farbe aus deinem Gesicht wich, da habe ich dir Buchstaben in deine Haut geschnitten. Dass du niemals mich vergisst. Dass du niemals meine Todesabscheu vor dir vergisst. Denn mich wirst du vergessen…

Und langsam liebkost eine Klinge das Fleisch. Ausgebluteter Körper. Rigor Mortis, gebrochene Arme. Und wenn man langsam das Paketband entfernt erklingen keine Schreie mehr… Stille.

Die Zeit kommt, um sich zu verbeugen… Willkommen im Theater der Träume.

14.12.06 21:25


Meine Augen sind blutig

Zittern. Knochensplitter auf meinem Körper. Tablettenklumpen im Magen. Die ganze Welt dreht sich nur noch um mich. Bleicher Liebesmund. Lass mich raten. Langsam und Sicher verliere ich den Grund. Durchbohre mein Herz, denn es ist dreckig. Die ganze Welt dreht sich nur… nur… nur noch um mich und mein Herzschlag verstummt. Betäubt senkt sich in das Leichentuch der kranke Tag. Tränenverschmierte, große, dunkle Augen. Verlorener Lebensmut, vergeblicher Tag. Langsam erbleichen meine Haare, langsam erbleicht mein Körper. Es weht im Wind zerfetztes Gewebe, durchtrennte Sehnen, verbranntes Haar. Die Sonne ertrinkt in der Dunkelheit, das Licht erstickt in einem Taschentuch. Ich trage den heutigen Tag zu Grab. Gefolgt von Licht. Ein Todestanz. Die Wolken prallen auf meinen Kopf, doch ich bemerke es kaum.
Schwarze Wolken verfolgten mich. Verbranntes Herz, das letzte Mal, dass sich der Tag erbricht. Todessehnsucht. Tablettenreste im Hals und auf der Zunge. Zugestopfte Luftröhre. Magen verklebt. Tod.

Sich langsam erhebend die dunkle Wonne, die das Feuer weiter schürt. Krematorium und Kremtorte. Die silberne Klinge blitzt verzückt, als sich elendig die Geliebte in sie stürzt. Lerne: Lieben vergeblich. Hungriger Rachen öffnet sich zu weit. Tief stürz herab die Klippe und geschlossen. Feuer, das dort brennt, alles zu Asche macht. Langsamer, langsamer. Hole mich herab! Löst Haut von Gewebe, Gewebe von Knochen. Alles freigelegt, endlich Ruhe. Lebensdrang erlischt endlich. Liebesmund endlich ewig verschlossen. Keine Lügen mehr. Verbranntes Honighaar stinkt. Trügerisches Bild. Glücklich, wer nicht zu lange wartet.
Die Jahre verblassen. Neue Leiden am Kommen. Bin alle Versuche leid. Ich sehe nichts. Meine Augen bluten schon so lang.

12.12.06 21:16


Der Tag stirbt

Die letzten Autotüren knallen, der Himmel ist unendlich schwarz. Ich beschwöre die Apokalypse, sie erbricht sich in diesen furchtbar schönen Tag. Ich schaue in die Mündung einer MG und denke, mein Leben erlischt in den nächsten 3 Stunden. Zu spät. Denn die Wolken oben am Himmel reißen auf, und die Sonne schickt eine giftige Strahlung, und verbrennt unsere Haut. Verkohlte Leiber überall entlang der Straße. Schwarze Narben, es riecht nach verkohltem Haar, deine Haut stinkt. Wir schlagen uns Nägel in die Fersen und in die Fußsohlen, damit sie uns nicht hören. Sie werden uns nicht hören können. Nie. Sie werfen mit Schatten nach uns. Schatten, die die Sonne in die Erde gebrannt hat. Schatten, die den Moment des Todes festhalten. Schatten, die in die Erde eingebrannt wurden. Schatten, die bestehen bleiben.
Wir fressen sie, wir pressen sie an unseren Körper um all die Toten ringsum in uns aufzunehmen. Wir fressen den Dreck, Haare, Haut. Und es frisst uns von innen heraus auf. Wir stürzen. Ich kann nicht mehr, denn mein Körper stirbt ebenso. Weg mit all den Toten, ich will sie nicht sehen.

12.12.06 21:15


Ich sehe keinen Grund mehr diesen Blog fortzusetzen.

Er bleibt aber on, falls ich eventuell doch noch meine Meinung ändern sollte.. 

3.11.06 19:33


Dich lieben

Erkennst du mich? Ich, die ich dir immer alles gegeben habe, was ich konnte? Erkennst du, wie ich für dich gelitten habe? Kannst du all die Qualen erkennen?
Nein, du kannst es nicht.
Immer und immer wieder habe ich mich dazu ermuntert, aufzustehen, die Bandagen zu nehmen, meine Fäuste zu umwickeln… Immer warst du derjenige, der mich dazu getrieben hat. Wie oft habe ich meine geballten Hände an diese Holzwände geschmettert, wie oft spürte ich doch das frische Holz unter meiner Kraft splittern! Wie oft habe ich mir die Holzsplitter aus meiner Haut gezogen, aus all den kleinen Wunden, die das Holz in mich schlug wie Nadelstiche so fein. Keine Ehre ohne Kampf, und mein unsichtbarer Feind… warst du. Für dich habe ich das alles getan, für dich bin ich so geworden, wie ich heute vor dir stehe. Kannst du dir vorstellen, wie lange es gedauert hat, bis ich mich gut genug fand? Gut genug für dich? Kannst du dir vorstellen, wie ewig ich gebraucht habe, bis ich endlich mein Ziel erreicht hatte, wie ich gekämpft habe um so zu sein wie du es wolltest? Aber es war auch stets ein Kampf in mir, ein Kampf den meine Vernunft verlor gegen meine Zuneigung. Auf Ewigkeit werde ich meinen äußeren Kampf weiterführen müssen, um so zu bleiben, wie ich glaube es nur richtig ist für dich. Doch alles in mir wird ruhen. Nahezu friedlich. Denn mit deiner Liebe habe ich doch alles bekommen, was ich haben wollte.

Es ist so schwer, dich nicht zu lieben, wo du doch immer präsent bist, tief in meinem Kopf. Wo du stets da bist, deinen Platz verteidigst gegen alles Andere, alles Neue. Du bist der, den ich will und für immer wirst du es sein. Und selbst wenn du dich von mir abwendest, immer wirst du es bleiben.

16.10.06 21:42


Trägt die Sonne eigentlich Sonnebrillen?

Er kann ihre Haut noch in seinen Fingerspitzen fühlen, diese samtige, weiche Haut. Er sieht noch genau den goldenen Glanz ihres Haars, das sich so leicht über ihren Rücken ergoss wie Wasser, das sich jeder Form anpasst. Er kann sie noch riechen, ihre Haut hatte einen eigenen Geruch, sie duftete süß wie die Früchte des Sommers, und schwer wie Sandelholz. Der betörende Duft verführte zuerst seine Nase und dann ihn. Er sieht noch ihre Augen, diese glänzenden, grünen Smaragde, die alles spiegelten, was sie erblickten, die alles was sie sahen in sich aufsaugten, in sich aufnahmen und die so tief waren wie das Meer nur tief sein kann. Er denkt an ihre Lippen, die ihn nie enttäuschten, außer dieses eine Mal, die nicht ohne Sinnlichkeit ihm jeden Tag aufs Neue belogen, sie würden ihn niemals enttäuschen können. Er erinnert sich an diesen Blick des Neides, der ihn jedes Mal verfolgte, wenn er sich von ihr abwandte.
Sie war eine Spielerin, keine Frage, und sie liebte jegliche Aufmerksamkeit.
Er weiß noch genau, wie seine Blicke auf ihr tanzten, wenn sie sich doch erbarmte, ihm etwas zu geben. Er weiß, wie ihr Atem klang, tags und nachts, weiß, wie er ihn zu etwas anderem verwandeln konnte. Er erinnert sich an jedes Detail ihres Körpers. Er weiß, wie viele Leberflecke sich unter ihrer Kleidung verbargen, kennt jede Stelle noch haargenau. Er weiß, von dem Kleinen an der Innenseite ihres Oberarms, er kennt die drei oberhalb ihrer Brust, er kennt jeden Millimeter Haut an ihr. Er weiß, wie es aussah, wenn die Sehnen hervortraten, wenn sie ihren Kopf vor Wonne in den Nacken warf, weiß, wie er sich an sie schmiegen musste, damit sie ihm fast alles erfüllte.
Doch jetzt ist sie fort.
Der Wind streichelt ihn so zart, fast tröstend, wie sie es nie vermochte zu können. Dieser Wind berührt ihn beinahe tiefer, als sie es je tat, auch wenn er genau weiß, dass es niemals wieder jemand so tun kann. In der Weise, wie er um seinen Körper fährt, erinnert er ihn so schmerzhaft an sie. Sein Blick bleibt an etwas hängen. Ein goldenes Haar, das sich im rauen Stoff seiner dunklen Jacke verfangen hat. Er löst es und übergibt es dem Wind und der Sonne, und beide tragen es fort, als wäre es wie ein Kind, auf das beide so sehnsüchtig gewartet haben. Und mit diesem Haar geht der allerletzte Teil des Mädchens von ihm. Und er weiß, niemals wird sie zurückkehren.
Bon Voyage.

----------------------------------------------------------------------------------

Der Titel ist übrigens nach einer Frage in der Kurzgeschichte "Alltag eines Humoristen" von Ephraim Kishon entstanden. Sozusagen my tribute to Ephraim Kishon. 

10.10.06 21:22


Scherbenherz

Ich weiß nicht genau,
was du fühlst,
doch ich weiß,
ich werde nie wieder fühlen können.

Ich weiß nicht genau,
was du noch willst,
doch ich weiß,
was du jede Nacht mit mir tatest.

Ich hoffe du weißt,
wie sehr es mich quält,
und dass es mich jede Nacht
abermals heimsucht.

Ich hoffe du weißt,
dass du mich verwechselt hast,
mit irgendetwas,
tief in dir...

18.9.06 20:15


Schattenkinder

[…]

Denn ich bin eine Schöpferin. Ich mache Chaos zu Kosmos. Ihr werdet mich fallen sehen – viele Male, aber ihr werdet mich auch siegen sehen. Tausende Kriege werde ich gewinnen.
Der Tag wird kommen, an dem du endlich wieder deine Augen öffnest. Bis dahin werde ich meine Rache gefunden haben. Mein Atem wird deiner sein. Ich hauche dir dein Leben ein und lösche es nach und nach wieder aus. Dein Leben liegt nur in meinen Händen und du wehrst dich nicht einmal dagegen… Spürst du, wie sich meine Daumen in deine Kehle pressen? Wie sich meine Hände um deinen Hals geschlossen haben? Wie sich meine Finger langsam in ihn bohren, zudrücken, deine Kehle zermalmen?
Öffne deine Augen! Schau mich an! Ich will deine Angst sehen, will sie spüren! Die Angst, die mich weitermachen lässt…! Sie treibt mich an. Sie macht mich süchtig… Schau mich an! Die Tränen, die aus deinen Augen fließen, werden sich schon bald in Blut verwandeln und in breiten Strömen deine Wangen bedecken…
Du fragst mich, wer ich bin. Du kennst mich nicht, aber ich dich umso mehr.
Öffne deine Augen!
Dein Atem geht viel zu langsam… In welchen Träumen, in welchen Sphären schwebst du? Ich sehe wie sich dein Brustkorb hebt und senkt. Immer wieder, gleichmäßig, langsam. Diese langen Wimpern bedecken deine geschlossenen Lider…
Öffne deine Augen!
Spürst du meine Hände nicht? Spürst du nicht, was ich mit deinem Körper tue? Ich tanze auf deinem Körper. Bemerkst du mich, mein Sklave? Ich bohre meine Nägel in deinen Bauch, schlage meine Zähne in deinen Hals und trinke langsam dein Blut. Unter meiner Zunge pulsiert dein Hals. Langsam fließt dein Blut über meine Lippen und tropft auf deine kühle Kehle. Es wird dicker und gerinnt auf deiner Haut… Ich liebe dich.
Öffne deine Augen!
Die Krusten lösen sich unter meiner Zunge. In deinem Kopf schäumt das Blut. Deine Lippen sind leicht geöffnet und kalt. Ich sehe wie sich dein Brustkorb hebt und senkt und starre in dein Gesicht. Dein Hals verletzt, deine Brust warm. Ich liege auf dir und spüre deine Bewegungen. Dein Hals blutrot.
Öffne deine Augen! Schau mich an!
Ich liebe dich, solange du atmest. Atme für mich, mein Sklave.

[…]

 

9.9.06 20:49


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung